by inVerbessern on10. Februar 2017 Kommentare deaktiviert für Wohntrends 2017: Türme, Mieten, Kilometer

Wohntrends 2017: Türme, Mieten, Kilometer

Höhere Häuser, weniger Schulden und immer längere Arbeitswege: Tends rund um das Wohnen

2 Prozent Mietschulden

Deutschlands Mieter haben immer weniger Schulden bei den Eigentümern ihrer Wohnungen. Bei den 3000 Unternehmen im Spitzenverband 
der Wohnungswirtschaft GdW sank der Anteil der Mietschulden an der Soll-Gesamtmiete zuletzt auf 2,0 Prozent. 2003 waren es noch 4,4 Prozent. GdW-Präsident Axel Gedaschko erklärt das mit dem Trend der „stabilen wirtschaftlichen Lagen in Deutschland“. Dazu kommt ein aktives Sozialmanagement von Unternehmen, die säumige Zahler beraten und betreuen und mit ihnen gemeinsam Wege zum Abbau der Schuldenlast suchen. Es hilft allen Beteiligten, wenn auf diese Weise Räumungsklagen vermieden werden: Der Mieter bleibt am angestammten Ort, das Unternehmen vermeidet Leerstand, Renovierung und die Suche nach neuen Bewohnern.

150 Kilometer zur Arbeit

Arbeitsplätze und Wohnorte liegen in Deutschland immer weiter auseinander. Pendler über die Gemeindegrenzen legen im Schnitt täglich 16,6 Kilometer zurück, fand das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung heraus. Die meisten nutzen das Auto, mit dem etwa 65 Prozent aller Pendlerwege bewältigt werden. Rund 1,2 Millionen Menschen in Deutschland fahren von ihrem Hauptwohnsitz über
 150 Kilometer zur Arbeit, viele per Bahn – meist aber nur am Wochenende oder für einige Tage, etwa Hochschullehrer für ihre Lehrveranstaltungen. Es gibt auch eine wachsende Zahl täglicher ICE-Fernpendler, etwa zwischen Köln und Frankfurt oder zwischen Berlin und Wolfsburg, wo montags bis freitags rund 700 Hauptstädter die 180 Kilometer zu VW und zurück pendeln.

Illustrationen: Carlo Giovani (3)

79 neue Hochhäuser

Wohnhochhäuser wurden 
lange Zeit in Deutschland kaum gebaut. In diesem Jahrzehnt wurden jedoch schon 79 fertiggestellt oder sind im Bau, wie 
die Immobilienforscher vom bulwiengesa ermittelten. 73 davon wuchsen und wachsen 
in Deutschlands sieben größten Städten mit ihren besonders teuren Grundstücken empor; knapp 10.000 Wohnungen entstehen darin insgesamt. 60 Prozent werden Eigentumswohnungen, die übrigen werden meist im gehobenen Segment vermietet. Hochhäuser sparen zwar Bauflächen, bieten weiten Ausblick und oft Bewohner-Dienste wie etwa Concierges. Hochhäuser taugen aber nicht zum preisgünstigen Wohnungsbau, da
 die Kosten für Erschließung, Statik, Brandschutz, Lüftung und weitere Haustechnik sowie die Betriebskosten mit der Höhe der Häuser stark steigen.

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