by inVermieten on16. März 2017 0 comment

3 Fragen an Andreas Kuhlmann

W&G: Geht die Gebäude-Energiewende derzeit schnell genug?

Definitiv nein. Wir sind noch weit von der energetischen Sanierungsbreite und -tiefe entfernt, die wir für das Erreichen der Energie- und Klimaziele brauchen. „Weiter wie bisher“ ist keine Lösung.

Zahlt und tut jeder, was er kann – Bewohner, Vermieter 
und der Staat?

Positiv ist: Die Bundesregierung hat in den vergangenen drei Jahren im Thema Energieeffizienz Boden gutgemacht und viele gute Strategien und Programme vorgelegt. Aber das hat bislang noch nicht zur notwendigen Trendwende geführt. Wir brauchen vom Staat eine bessere Förderung und eine konsequentere Energieeffizienzpolitik, von den Eigentümern mehr Investitionsbereitschaft und von den Mietern mehr Aufgeschlossenheit für neue Produkte und Geschäftsmodelle.

Ist das Vorschriftenkorsett zu eng?

Nein, es ist vor allem zu kompliziert gestrickt. Wir fordern schon lange eine deutliche Vereinfachung und Vereinheitlichung des Ordnungsrechts und der Förderprogramme. Mehr energetische Sanierung wird durch gute Anreize erreicht, nicht durch mehr Vorschriften. Das Gute am energetischen Bauen und Sanieren ist und bleibt: Die Investition macht sich bezahlt, spart Energie und schont das Klima.

Andreas Kuhlmann

Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen-Energie-Agentur

Foto: Thomas Imo

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