by inStädte & Quartiere on20. Juni 2018 Kommentare deaktiviert für Drei Fragen an Brigitte Merk-Erbe

Drei Fragen an Brigitte Merk-Erbe

W&G: Bayreuths Einwohnerzahl wächst, die Mieten steigen. Wie reagieren Sie?

Brigitte Merk-Erbe: Nur ein ausreichend großes und marktgerechtes Angebot gewährleistet mittel- bis langfristig eine Entspannung am Wohnungsmarkt. Die Schaffung neuer Wohnangebote gehört daher zu den zentralen kommunalpolitischen Zielen in Bayreuth. Die Stadt hat in jüngster Vergangenheit die baurechtlichen Voraussetzungen für weit über 900 neue Wohneinheiten geschaffen.

Was erwarten Sie von Bayreuths Vermietern?

Ich gehe davon aus, dass die Mehrzahl der Vermieter in unserer Stadt sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst ist. Zudem wird über die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOG wie über Wohnungsbaugenossenschaften versucht, dass auch sozial schwächere Bevölkerungskreise die Chance auf vernünftigen Wohnraum erhalten.

Bayreuth hat keinen Mietspiegel – und die Mietpreis bremse wurde nach fünf Monaten wieder abgeschafft. Klappt es auch so?

Die Erfahrungen jener Kommunen, die unverändert mit der Mietpreisbremse arbeiten, zeigen, dass dieses Instrument für sich genommen wenig bewirkt. Letztlich werden Auswüchse, wie wir sie derzeit in vielen Städten sehen, nur durch eine vernünftige Balance von Angebot und Nachfrage in den Griff zu bekommen sein.

CITY, WOHNEN UND KULTUR

Die studierte Sonderpädagogin Brigitte Merk-Erbe ist seit 2012 Oberbürgermeisterin von Bayreuth. Zu den aktuellen Stadtplanungsthemen gehören ein Innenstadtkonzept sowie Bau und Sanierung von Wohnungen und Kultureinrichtungen.

Brigitte Merk-Erbe:

Oberbürgermeisterin von Bayreuth

Foto: Jürgen Holzenleuchter